KIS KAV MAP – Wissensaspekte zu einer Informationsvisualisierung

Die Aufgabenstellung beim Projekt KIS KAV MAP bestand darin ein Datenmodell zu definieren um den Grad der Ausrollung bzw. des Einsatzes der einzelnen Funktionen des verwendeten Krankenhausinformationssystems (KIS) beim Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) übersichtlich visualisieren (MAP) zu können. Das Endprodukt des Projektes ist ein Konzept, welches ein Berechtigungskonzept, ein Datenmodell und die Darstellung von Visualisierungsmöglichkeiten umfasst.

Der Zusammenhang mit Wissensmanagement ist vor allem dadurch gegeben, dass diese Informationen den Mitarbeiterinnen und den Mitarbeitern des Krankenanstaltenverbunds in leicht verständlicher Form zugänglich gemacht werden soll. In dieser Form dient die Informationsvisualisierung zur Weitergabe von Wissen. Tatsächlich entsteht durch die Weitergabe von Informationen, und sei es noch so übersichtlich und leicht verdaulich dargestellt, noch kein Wissen. Die Literaturrecherche zum Thema Wissensorganisation mit Wissenslandkarten, welche als Nebenprodukt dieses Projektes entstand, wies auf diesen Umstand hin. Die Literaturrecherche ergab zusammengefasst, dass Wissenslandkarten zu den problemlösungsbezogenen Instrumenten der Wissensorganisation gehören und daher unter die operativen Wissensaktivitäten zwischen Wissens- und Datenebenen fallen. Im Wesentlichen geht es bei Wissenslandkarten vor allem darum Wissen, das sind in diesem Sinn spezielle Informationen wo Wissen vorhanden ist, zu kartieren. Die Verbreitung der einzelnen Module des Krankenhausinformationssystems ist in diesem Sinn noch keine Wissenslandkarte auch wenn anzunehmen ist, dass Wissen über die einzelnen Funktionen des Krankenhausinformationssystems nur dort zu erwarten ist, wo diese Funktion auch eingesetzt wird.

Um aus der Informationslandkarte über den Einsatz der verschiedenen Funktionalitäten eine Wissenslandkarte zu machen wurde im Datenmodell die Möglichkeit vorgesehen in diesen Zusammenhang „Wissenlinks“ genannte Informationen zuzuordnen. Die Wissenlinks können sich auf verschiedene Ebenen (abgebildet durch entsprechende Tabellen) der verschiedenen Zweige (Organisationseinheitenzweig und Funktionalitätenzweig) des Datenmodells beziehen. In der folgenden Abbildung ist eine mögliche Visualisierung der Informationen und der Einsatz der Wissenlinks dargestellt.

Beispielhafte Abbildung der Darstellung der Verwendung einer Funktion in Ampelform. mit der Anzeige von „Wissenlinks“.

Die (beispielhafte) Abbildung basiert in diesem Fall auf der Regionskarte des Wiener Krankenanstaltenverbunds (http://www.wienkav.at/kav/ZeigeText.asp?ID=49941) und der Darstellung der Verwendung einer Funktion in Ampelform. Bei der Anwendung könnte in diesem Fall vorgesehen werde, dass beim Darüberfahren mit der Maus der oder die entsprechenden Wissenlinks, welche der jeweiligen Ebene oder jeweiligen Kombination der Zweige zugeordnet sind, angezeigt werden.

Wie bei allen zusätzlich erhobenen Informationen sind der Aufwand der Erhebung und der erwartete Nutzen bei der Abwägung ob diese zusätzlichen Informationen eingepflegt werden sollen zu berücksichtigen. Es stellt aber für den zu berücksichtigenden Anwenderkreis eine leicht abrufbare Information über die menschlichen Wissensträger sowie über Links zu weiteren Informationenquellen dar.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.